Über den Film 

Deutschlands wilde Vögel fliegen wieder

Die Reise geht weiter: In „Deutschlands wilde Vögel – Teil 2“ entführt Hans-Jürgen Zimmermann die Zuschauer erneut in die artenreiche Welt wilder Vogelarten. An außergewöhnlichen Beobachtungsplätzen von den Alpen bis zur Nordsee gelangen dem Filmemacher einzigartige Aufnahmen, die nicht nur eingefleischte Naturliebhaber begeistern. Am 30. Oktober 2014 startet der Dokumentarfilm in den deutschen Kinos. 

„Ich möchte mit dem Film auf die Vielfalt unserer Vogelwelt aufmerksam machen und dass es sich lohnt, sie zu schützen“ erklärt Zimmermann. Dabei liegt ihm besonders die heimische Tierwelt am Herzen. „Vor der eigenen Haustür kennen sich die wenigsten Menschen aus und auch die Kenntnis über die Tierwelt ist sehr bescheiden“, so der 64-Jährige. An insgesamt acht Beobachtungsplätzen zwischen Nebelhorn und Helgoland harrte er mitunter mehrere Tage aus, um eine einzige Szene einzufangen.  

Dass sich die Geduld gelohnt hat, zeigen beispielsweise die Aufnahmen in der Diepholzer-Moorniederung: Zwischen Bremen, Hannover und Osnabrück hat sich eines der größten Kranichrastgebiete in Deutschland entwickelt, in dem sich im Herbst bis zu 70.000 rastende Kraniche beobachten lassen – an einem einzigen Tag. Wenn sich die „Vögel des Glücks“ abends in riesigen Schwärmen zusammenfinden, bietet sich dem Beobachter ein überwältigendes Naturschauspiel. Auch im Europareservat „Rieselfelder Münster“, einem der wichtigsten Rastplätze für ziehende Wat- und Wasservögel im Binnenland, gelangen Zimmermann beeindruckende Aufnahmen von der Balz und den Revierkämpfen unterschiedlicher Zug- und Brutvögel. 

Die Dreharbeiten

Wie im ersten Teil verzichtet auch die Fortsetzung von „Deutschlands wilde Vögel“ auf Spezialeffekte, Computeranimationen und sonstige Tricks. Der Film zeigt keine gezähmten Tiere, sondern ausschließlich frei lebende Vögel und garantiert somit authentische Bilder. Die Dreharbeiten für beide Filme dauerten insgesamt drei Jahre. „Mit meinen Filmen möchte ich beim Besucher ein besseres Verständnis für unsere Tierwelt schaffen und zugleich die Lust wecken, sich selbst auf Entdeckungsreise zu begeben“, erklärt Hans-Jürgen Zimmermann. „Denn Naturschutz und Naturerlebnis lassen sich vereinen.“ 

 

Kamera,Buch und Regie
Hans-Jürgen Zimmermann
Schnitt
Jan Willm Schmülling
Kamera-Assistenten
Hans Josef Herzhauser
Aaron Zimmermann
Zusätzliche Aufnahmen
Uwe Moldenhauer
Timm Moldenhauer
Luftaufnahmen
Klaus Stuhl
Redaktionelle Mitarbeit
Petra Dietz
Musik
Hans G.Belz
Sounddesign
Karl Atteln
Sprecher
Olaf Pessler
Tonmeister OFF-Sprecher
Kai Povalla
Foleys
Hans-Jürgen Zimmermann
Tonmeister Foleys
Karl Atteln
Standfotografie
Axel Hilger Titelfoto
Everhardus Schakel
Günter Wagner
Titelgestaltung und Grafik
Rosemarie Moldrickx
Abspann
Jan Willm Schmülling
Produktionsbüro
Petra Zimmermann
Gestaltung Internetauftritt
Volker Jungbluth

Wissenschaftliche Beratung
Prof.Dr.Martin Kraft

Mitarbeit "Nebelhorn"
Peter Riesenegger
Mitarbeit " Kaiserstuhl"
Engelbert Mayer
Mitarbeit "Diepholzer-Moore"
Everhardus Schakel
Mitarb. "Rheing. Weißstörche"
Monika Drews
Hubertus Krahner
"Wagbachniederung"
Ulrich Mahler

Verleih
APZ Medienproduktion und Vertrieb GmbH

Der Filmemacher

Tierfilmer Hans-Jürgen Zimmermann

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Schon 1977 produzierte Hans-Jürgen Zimmermann seine erste Fernsehproduktion (Fliegende Unterwasserjäger).  Über 170 Produktionen hat er seither für die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender produziert.

Für Zimmermann hat die heimische Tierwelt ihren besonderen Reiz. Vor der eigenen Haustür kennen sich die wenigsten Menschen aus und auch die Kenntnis über die Tierwelt ist sehr bescheiden. Daher ist sein Ziel, den Menschen die heimische Natur nahe zu bringen.

Mit der Naturdoku GEHEIMNISSE DES WALDES ging Zimmermann 2012 erstmalig auch in die Kinos. DEUTSCHLANDS WILDE VÖGEL - Teil 1 wurde ab Oktober 2013 in den deutschen Kinos gespielt und ist heute auch als DVD im Handel erhältlich.

Kurzportrait des SWR Fernsehens über den Tierfilmer Hans-Jürgen Zimmermann

In der Sendereihe "natürlich!" des SWR-Fernsehens wurde am 23.09.2014 um 18.15 Uhr ein Kurzportrait über Tierfilmer Hans-Jürgen Zimmermann gesendet, das beim SWR angeschaut werden kann.

Filmografie

Interview mit Hans-Jürgen Zimmermann

  • Herr Zimmermann, warum haben Sie sich entschieden, Deutschlands wilden Vögeln einen zweiten Kinofilm zu widmen?

    Schon bei meiner Recherche ist mir klargeworden, dass ich leider nur eine kleine Auswahl an Plätzen zeigen kann. Es gibt fast überall in Deutschland ausgezeichnete Beobachtungsmöglichkeiten, um Vögel zu beobachten. Also habe ich schon bei den Dreharbeiten zum ersten Teil beschlossen, eine Fortsetzung zu produzieren. Auch in der Fortsetzung hätten es durchaus wieder 10 Plätze sein können, aber viele Zuschauer baten mich darum, die einzelnen Gebiete doch noch länger und ausführlicher zu zeigen. Also habe ich schweren Herzens zwei Gebiete herausgenommen und „der Schere geopfert“...
  • Was unterscheidet „Deutschlands wilde Vögel – Teil 2“ von seinem Vorgänger?

    Da es ja eine Fortsetzung ist, habe ich den zweiten Teil ähnlich gestaltet. Die „Wolkenreise“ trennt die einzelnen Gebiete voneinander, die Musik habe ich noch weiter zurückgenommen und den Sprecher noch ein wenig reduziert. Dafür wird der Zuschauer mit noch schöneren Bildern belohnt. Am stärksten verändert wurde der Sound. Hier nutze ich die moderne Kinotechnik, den Zuschauer mitten in den Film zu versetzen: „Deutschlands wilde Vögel – Teil 2“ ist nämlich nicht nur ein Erlebnis für die Augen, sondern auch für die Ohren.
  • Viele Naturfilme setzen heute auf 3D, Spezialeffekte, Zeitlupen o. ä. In Ihren Filmen fehlt das alles. Warum?

    Ich möchte mit Deutschlands wilde Vögel andere Wege gehen und den Fokus mehr auf das echte Naturdokument legen. Meine Zuschauer wollen und sollen echte Wildlife-Szenen aus der freien Natur sehen und die bekommen sie auch von mir, ohne irgendwelchen Schnickschnack.
  • Sind die Zuschauer in einer Zeit ständiger Verfügbarkeit für diese Art von Filmen überhaupt noch erreichbar?

    Da bin ich mir ganz sicher: Viele Menschen freuen sich über schöne Natur- und Tierfilme, besonders wenn sie von der heimischen Natur handeln. Meines Wissens nach gibt es nicht viele Dokus dieser Art im Kino. Die Natur auf der großen Leinwand sorgt zudem gerade bei Eltern und Kindern für einen ganz besonderen Reiz. Schließlich macht es mehr Spaß, mit der ganzen Familie einen Tierfilm auf der großen Leinwand zu erleben anstatt zuhause auf der Couch.
  • Welche Faszination üben Vögel auf Sie aus? Was macht die Spezies in Ihren Augen so außergewöhnlich?

    Bei mir hat im Kindesalter eine kurze Begegnung mit einem Eisvogel die ganze Leidenschaft entfacht. Die Faszination für den fliegenden Diamanten ist bis heute geblieben, über ihn habe ich 1977 meinen Erstlingsfilm fürs Fernsehen gedreht, und nochmals eine Doku vor einigen Jahren. Unsere heimische Welt der Vögel ist bunt und artenreich. Vom kleinen Zaunkönig bis zum großen Seeadler erstreckt sich eine riesige Spannbreite. Die einen sind Jäger, andere sind Sammler. Und das Besondere ist: Sie alle können fliegen.
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